The Undead Blues

Radio LOHRO feiert seinen 10. Geburtstag. Und das nicht etwa mit Topfschlagen und Käsekuchen, sondern mit wunderbaren Acts, wie The Undead Blues. Das Rostocker Duo tritt für uns am 4.Juli ab 20 Uhr im M.A.U. Club auf. Na dann, Gitarren gestimmt und los geht`s.

Augen zu, den sanften Gitarrenklängen lauschen und sich irgendwo im Gras liegend am Flussbett des Missisippis wiederfinden. Viel brauchen die Jungs von The Undead Blues nicht, um solche eindrucksvollen Bilder in den Köpfen ihrer Zuhörer zu projizieren.  Nur mit ihren zwei Instrumenten und ihren Stimmen im Gepäck schaffen es die beiden Rostocker, Toni Breitsprecher und Florian Fuhrmann, ihr Publikum in Lagerfeuerstimmung zu versetzen. Und das wird auch wieder am 4.Juli der Fall sein, wenn sich The Undead Blues zusammen mit Rabby`nBosmus, DIAS, u.bird und KRACH ab 20Uhr im M.A.U. Club die Ehre geben werden.

Mit Radio LOHRO sprach Bandmitglied Toni Breisprecher, unter anderem über die unwiderruflichen Liebe zum Blues und ihr blutjunges Testpublikum.

Radio LOHRO: Wie habt ihr Beiden musikalisch zueinander gefunden? Habt ihr euch ganz klassisch ne Schulbank geteilt?
Toni: Unsere Zusammenkunft kam unverhofft zustande. Florian und ich haben uns während der Ausbildung zum Erzieher kennengelernt. Aus Langeweile heraus entwickelten wir dieses Spaßprojekt. Wir haben uns oftmals im Unterricht gelangweilt und so überkam uns irgendwann die Idee gemeinsam Musik zu machen.

Radio LOHRO: Als eure musikalischen Vorbilder zählt ihr unter anderem Muddy Waters, oder Buddy Guy auf. Beides Zugpferde des Genres Chicago Blues. Was fasziniert euch so an dieser Stilrichtung?
Toni: Der Chicago Blues packt dich, aber immer mit einem leichten Schmunzeln im Mundwinkel. Diese Leichtigkeit Dinge nicht allzu ernst zu nehmen, finde ich unfassbar sympathisch. Das hat mich sofort begeistert und Florian erging es ähnlich.

Radio LOHRO: Ihr spielt beide mit Hingabe Gitarre. Erzählt mal etwas zu euren Instrumenten. Wie seid ihr zu denen gekommen?
Toni: Inzwischen verbindet uns eine recht lange Geschichte. Florian und ich pflegen mittlerweile die Tradition einmal im Jahr nach Bayern zu einem riesigen Musikhaus zu pilgern, um zu schauen, was es Neues auf dem Markt gibt. Wir haben aber im Laufe der Zeit, die perfekten Instrumente für uns gefunden. Völlig gleich, ob nun Gitarre, Benjo, Mandoline oder Ukulele: Man nimmt sie in die Hand und möchte sie nicht mehr weglegen. Man ist schon richtig verliebt.

Radio LOHRO: Euer Werk „ Little Josie“ handelt von diesem einen, ganz bestimmten Mädchen. Wer ist Josie und was macht sie so besonders?
Toni: Tatsächlich ist „Little Josie“ einer der wenigen Songs von uns, der sich nicht um ein bestimmtes Mädchen dreht. Little Josie ist nämlich mein Benjo. Das Lied handelt von diesem einen Mädchen, von welchem man an jeder Ecke hört, wie großartig sie ist. Man selbst schenkt diesen Geschichten allerdings keine Bedeutung. So war es anfänglich auch mit meinem Benjo. Ich habe es immer links liegengelassen, bis ich mich irgendwann länger damit befasst habe. Ich war sofort fasziniert von diesem Instrument. Seitdem ist Little Josie immer mit im Gepäck.

Radio LOHRO: Ihr arbeitet beide als Erzieher. Im Kindergarten steht euch immer ein gratis Publikum zur Verfügung. Spielt ihr neue Songs den Kindern vor?
Toni: Unsere letzten drei Songs sind ausschließlich im Kindergarten entstanden. Ich habe ein bestimmtes Ritual. Die Kinder räumen bei mir schneller auf, wenn ich nebenbei Musik spiele. Währenddessen fallen einem natürlich ein ganzer Haufen neuer Ideen ein.
Je schneller die Kinder anfangen aufzuräumen und dabei zu tanzen, desto besser muss dann letztendlich auch die Idee gewesen sein. So entstehen viele unserer Songs.

Die Themen Sehnsucht, Liebe und dieses eine ganz bestimmte Mädchen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Songs von The Undead Blues. Die Jungs lassen dabei ausschließlich Persönliches in ihre Texte fließen. Ihre Lieder wirken durchweg positiv und hoffnungsvoll und das nicht grundlos. Laut eigener Aussage, befinden sich beide in der glücklichen Situation, zufrieden mit ihrem Leben zu sein. Ihre Auftritte sind tolle Momentaufnahmen, dessen Erinnerungen sie in ihren Texten verarbeiten. Sowohl Toni als auch Florian wünschen sich für die Zukunft, auch weiterhin auf die Weise an Inspirationen für ihre Songs zu kommen.

Radio LOHRO: Einer eurer populärsten  Nummern ist  „Welcome Home“. Was bedeutet Zuhause in eurem Fall?
Toni: Eindeutig die Familie. Florian und ich sind beide riesige Familienmenschen. Wenn ich Heim komme zu meiner Freundin, dann fühlt sich das auch wirklich wie Zuhause an. Das möchte man nicht mehr missen.

Radio LOHRO: Was wird die Zuschauer am 4.Juli im M.A.U. Club erwarten? Habt ihr schon etwas Spezielles für euren Auftritt in Planung?
Toni: Wir werden das erste Mal die Mandoline mit in unsere Programm einbauen. Allerdings muss ich bis dahin noch etwas üben. Außerdem haben wir eine Menge neuer Songs mit im Gepäck, die am 04.Juli Liveprämiere feiern werden. Das ist doch schon was.

Radio LOHRO: Euer Auftritt hat einen ganz besonderen Anlass. Radio LOHRO feiert seinen 10. Geburtstag. Was verbindet ihr mit unserem Sender und was wünscht ihr uns für die Zukunft?
Toni: Mittlerweile verbindet wir recht viel mit LOHRO. Angefangen von dem tollen Hauskonzert, was wir bei euch spielen durften, oder die diversen Radioauftritte. Radio LOHRO ist uns schon sehr ans Herz gewachsen. Für die Zukunft wünschen wir euch natürlich, dass es so weiter geht und das sich immer mehr Rostocker zu euch bekennen. Denn LOHRO ist eine Rostocker Hausmarke, die man nicht mehr missen möchte.

Radio LOHRO: Die Feierlichkeiten zu unserem Geburtstag haben auch einen caritativen Hintergrund. Es werden fleißig Spenden gesammelt, die in Kooperation mit der “Medinetz e.V.” Flüchtlingen in unserer Region zu Gute kommen sollen.Wie stehst du persönlich zur aktuellen Flüchtlingsdebatte in unserem Land?
Toni: Die Flüchtlingssituation kann man nur als katastrophal beschreiben. Es ist einfach ein schwieriges Thema. Ich persönlich finde es schlimm, wenn die Politiker die Bürger nicht an dieser Diskussion teilhaben lassen. Viele der bestehenden Missverständnisse, würden dann nicht aufkommen. Grade als Rostocker muss man sich zu diesem Thema bekennen und Flüchtlingen in unserer Stadt ein Zuhause bieten.

 

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Wer jetzt Lust hat den sanften Gitarrensounds von The Undead Blues live zu lauschen und dabei auch noch Flüchtlinge in unserer Region zu unterstützen – HIER geht`s zur Veranstaltung

von Lisa Levkic

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