Ping Pong-Shoegaze aus Devon / Großbritannien

Pale Blue Eyes – Dr Pong

Mit dem Titel „Dr Pong“ blickt die britische Band Pale Blue Eyes auf eine gute Zeit in Berlin, einen Sommer voller Tischtennisspiele und eine Kneipe im Prenzlauer Berg, einem Stadtteil von Berlin, zurück. Der Musikredaktion von LOHRO gefiel diese Hommage so gut, dass sie den Song zum Titel der Woche wählte.

Lucy Board, Matthew Board und Aubrey Simpson von der Band Pale Blue Eyes
Pale Blue Eyes Foto: Kal Lawrence

Mancher Mensch mag an einen Song der New Yorker Gruppe The Velvet Underground denken, wenn der Name Pale Blue Eyes fällt. Seit letztem Jahr gibt es einen weiteren musikalischen Bezugspunkt. Denn es trat eine junge britische Band in Erscheinung, die diesen Namen führt.

Obwohl die drei Bandmitglieder der Pale Blue Eyes – mit Lucy Board an Schlagzeug und Synthesizer, Aubrey Simpson am Bass und Matthew Board mit Gitarre und Gesang – erst wenige Singles vorlegten, erhielten sie bereits einige Aufmerksamkeit für ihr Schaffen.
Auch ihre vorhergehende Veröffentlichung „TV Flicker“ lief bereits in der Tagesrotation von Radio LOHRO. Das war erst ihre zweite Single, die das Trio gemeinsam mit dem Label Full Time Hobby herausbrachte. Als die Pale Blue Eyes sich dann mit ihrem neuen Titel „Dr Pong“ zurückmeldeten, trafen sie damit den Nerv der LOHRO-Musikredaktion, die den Song zum Titel der Woche wählte.

Zu Pong gehört hier auch Ping. Denn darum geht es den Pale Blue Eyes in „Dr Pong“. Um endlose Abende, die sie in Berlin mit Tischtennis verbrachten, eine unbeschwerte Zeit und ein Lebensgefühl, das sie mit dieser Zeit in Verbindung bringen.

Sänger und Gitarrist Matt Board beschreibt, welche Atmosphäre die Pale Blue Eyes mit „Dr Pong“ einfangen wollten:

„In diesem Song geht es um gute Zeiten. Es geht darum, in Berlin zu sein, in einem scheinbar endlosen Sommer. Wir spielten Tischtennis in den öffentlichen Parks Berlins, mit stundenlangen Runden kalten Biers aus dem Späti, den Berliner Lebensmittelläden, die immer geöffnet waren. Dann fanden wir eine kleine Bar namens Dr. Pong – billiges Bier und das, was wir „Round the World“-Tischtennis nannten – wir tanzten um den Tisch mit all diesen lächelnden Fremden und schlugen abwechselnd den leuchtenden weißen Ball. Manchmal waren wir die ganze Nacht und bis in den Morgen hinein dort. Der Track ist eine Hommage an großartige Erinnerungen an Berlin – und an unsere Liebe zu dieser Stadt. Es geht um positive Erinnerungen und darum, sich in schwierigen Zeiten daran zu erinnern, Erinnerungen und Momente zu genießen.“

Der poppige Shoegaze-Song vermittelt auch musikalisch dieses Spannungsfeld zwischen süßer Erinnerung und Wehmut, wenn man an glückliche Zeiten zurückdenkt. Dafür muss man nicht die Kneipe Dr. Pong kennen, die mittlerweile ihre Platten hochgeklappt hat. Oder dabei gewesen sein, in diesem Sommer in Berlin.
Wenn Matt Board singt: „Lasting memories / Suspended dreaming / Memory holds me“ (übersetzt bedeutet das in etwa: „Bleibende Erinnerungen / in der Schwebe gehaltene Träume / Die Erinnerung hält mich fest“), lassen sich diese Textzeilen auch mit individuellen erinnerungswürdigen Momente füllen.

Und da Matt Board in seinem Zitat oben nun schon das Thema Bier erwähnte, lässt sich vielleicht noch hinzufügen, dass die Pale Blue Eyes parallel zur Singleveröffentlichung auch ein Bier vorstellten: Das PBE – Pale Blueberry Eyes Bier, ein säuerliches Blaubeer-Bier.

Bei LOHRO wird vor allem der Radio-Edit in hoher Rotation laufen. Auf dem künftigen Album wird allerdings eine fast doppelt so lange Version vertreten sein, die viel Raum lässt für ein ausführliches Song-Finale.

Das Video zu „Dr Pong“ drehte Dylan Friese-Greene, ein Filmemacher und Freund der Band, der ebenso wie die Pale Blue Eyes aus Devon in Großbritannien kommt.

Titel: Dr Pong
Interpret: Pale Blue Eyes
Label: Full Time Hobby

Die weiteren Titel unserer Heavy Rotation in der KW 12/22

LOHROtation

Den Beitrag zu allen fünf Songs der LOHROtation könnt ihr in der LOHRO-Mediathek nachhören.

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