Interview am Wochenende: Awolnation zu „Megalithic Symphony“

Popreferenzen aus mehr als drei Jahrzehnten: Aaron Brunos Projekt „Awolnation“.

Eigentlich gibt es gerade im Pop den Punkt, wo zuviel einfach zuviel ist, im Fachjargon nennt man das gerne „Kitsch“ und wenn im November wieder die ersten Radiosender „Last Christmas! anstimmen, müssen wir alle wieder am eigenen Leib erfahren, was damit gemeint ist. Bei Aaron Brunos Projekt „Awolnation“ stürmen Popreferenzen aus mehr als drei Jahrzenten auf den Hörher ein, Pop, Hip Hop, RnB, Rock’n Roll und eine Prise Punkattitüde, eigentlich sollte so eine Mischung in einem undurchdringlichen Getöse erklingen, stattdessen hat Bruno es mit seinem Debüt „Megalithic Symphony“ geschafft, ein Album aufzunehmen, das ein musikalisches Äquivalent zum Adrenalinschub darstellt.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Q_H77Ledl_I[/youtube]

Euphorisch, wütend, verzweifelt, aber immer stark, zu keiner Sekunde bekommt man das Gefühl, dass die teilweise sehr melancholischen Texte zum Aufgeben nötigen, vielmehr schreitet Aaron Bruno zielgerichtet nach vorne und lässt dabei eine Tanzhymne nach der anderen aus den Boxen fließen, die sich schillernd im Zimmer ausbreitet.

Selbst im wohl melancholischsten Song „Sail“ – in den USA bereits ein Indiehit – kommt Bruno nicht umhin, uns zum Mitwippen anzuregen, wie Vogelschwärme fliegen unsere Glieder in jede Richtung.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=PPtSKimbjOU[/youtube]

Keine Rettung vor der ansteckenden Aufbruchsstimmung Brunos, der im letzten Song „Knights of Shame“ auch noch eben mal über 12 Minuten zu Alice im Wunderland und Gastrappern den ersten progressiven Popsong geschrieben hat. Sachen gibt’s….

Zum Berlin Auftritt im September war Jule mal wieder nervös stotternd dabei und hat sich mit Aaron Bruno in der mehr als merkwürdigen Lobby des Berliner nHow Hotels unterhalten. Umgeben von Austin Powers Deko im Science Fiction Look, erzählte Bruno von der EP zum Album, Space-Männern und der Hoffnung, die Musik im Idealfall mit sich bringt.

Awolnation Interview Part 1:

Awolnation Interview Part 2:

Awolnation Interview Part 3:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=hEzubO8dKdA[/youtube]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.