Wolfmother – Victorious

Blickt man in die letzten Jahre der Band Wolfmother zurück, dann sieht es nicht allzu rosig aus. Bei vielen rauschte das letzte Spontan-Album „New Crown“ einfach vorbei. Jetzt sind Wolfmother zurück mit ihrem neuen, vielversprechenden Album „Victorious“.

Drei Jahre war es still um die Stoner Rocker „Wolfmother“, oder sollte man lieber DEN Stoner Rocker sagen? Frontmann Andrew Stockdale übernimmt für die Aufnahmen des neuen Albums „Victorious“ neben dem Songschreiben noch Gesang, Bass und Gitarre. Fakt ist, dass die Band schon immer von dem Australier Stockdale in die Hand genommen wurde. Nicht immer herrschte dadurch ein angenehmes Klima: Seit 2006 erlebte die Gruppe  drei Neubesetzungen. Laut Insidern seien die dem schwierigen Umgang mit Frontmann Stockdale zu verschulden.

Stockdale selbst erwähnt in einem Interview auf www.Laut.de, dass er es genossen habe, das Album Victorious ohne viele Kompromisse aufzunehmen. So hat er das Album mithilfe des Produzenten Brendan O´Brian, der schon für AC/DC und Incubus gearbeitet hat, innerhalb von 1 1/2 Monaten fertiggestellt. Was kommt also dabei heraus, wenn ein Mann zehn Songs fast im alleingang konzipiert und die Türen für Kritik und Einflüsse verschlossen hält?

Mit „The Love That You Give“ ist ein druckvoller Start hingelegt. Man wird mitgenommen auf eine Reise in die 70er Jahre. Der Song steht für einprägsame Hooklines und viel Druck auf den Drums.

Auffällig ist der meisterliche Titel-Track „Victorious“. Fast bedrohlich bahnt sich ein Gallopierender Beat an, begleitet von einer unschlagbaren Hook. Wen dann den Einsatz der Ozzy Osbourne-Stimme noch nicht überzeugt hat, den haut der Refrain um, denn der sorgt für einen tiefsitzenden Ohrwurm.  Schon jetzt steht fest, dass Wolfmother zu ihrem fetten Sound von früher zurückgekehrt sind. Es folgen zwei ungewohnt romantische Titel. Der zweite Song „Pretty Peggy“ mischt sich sogar unter den Folk-Pop.
Mit Akkustik Gitarre, Tambourin und weniger Geschrei bittet der Sänger seine Geliebte zum Tanz. Weniger innovativ ist der Text im Refrain, bestehend aus einem „Ooh“. Happy Face, der vorletzte Titel des Albums sticht mit psychedelischen Elementen hervor. Bei dem Song wird das Publikum zum Schwitzen gebracht, denn alles Gipfelt in einem großen Finale aus Knalligen Gitarrenriffs, die sich mit der Hook hoch und höher schaukeln.  Abgerundet wird das Album mit mit „Eye Of The Beholder“ das eine mittelalterliche Hook enthält, aber keinesfalls weniger Druck aufzeigt als der Anfangstitel. So findet das Album einen zufriedenstellenden, runden Schluss.

Mit Facettenreichen zehn Songs steckt der Sänger wieder alle Sopräne in die Tasche. Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass sich gegen Ende das gefühl breit macht, dem Lockenkopf gingen die Songideen aus.
Trotzdem darf man mit Victorious zufrieden sein, denn bis auf einen Folk-Ausflug bleiben Wolfmother dem 70er Jahre Rock treu und sind mit ihrem satten Gitarrensound zurück. Das sagten sich auch die Guitar Hero Macher, denn einige Songs des Albums dürfen schon auf der Konsole mitgejammt werden. Zum gleichnamigen Titeltrack des Albums gibt es sogar ein ziemlich trashiges Video. Darin geht es um ein Mädchen, das von bösen Aliens als Geisel gehalten wird, wie Stockdale erklärt. Einen Hingucker ist es Wert!

 

Tracklist:
01. The Love That You Give
02. Victorious
03. Baroness
04. Pretty Peggy
05. City Lights
06. The Simple Life
07. Best Of A Bad Situation
08. Gypsy Caravan
09. Happy Face
10. Eye Of The Beholder.

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