Trixsi – Wannabe

Mit ihrer Debüt-Single „Trauma“ landeten Trixsi aus Hamburg Ende letzten Jahres direkt in unserer Heavy Rotation. Für den Nachfolger lief es nun sogar noch besser: „Wannabe“ heißt der neue Titel der Woche.

Foto: Lucja Romanowska

Um das vorneweg gleich mal klarzustellen: Bei den Newcomern von Trixsi handelt es sich um eine Supergroup. Die Mitglieder können bereits auf eine jahrzehntelange Banderfahrung zurückschauen. Als da wären: Paul Konopacka und Torben Leske von Herrenmagazin, Kristian Kühl von ex Findus, Klaus Hoffmann von ex Jupiter Jones sowie Jörkk Mechenbier von Love A und Schreng Schreng & La La. Die fünf nicht mehr ganz so jungen Herren beschreiben sich als „Zusammenrottung Hamburger Gewohnheitstrinker“. Das lässt vermuten, dass Trixsi aus einer Bierlaune heraus entstanden ist.

Nach ersten Auftritten in heimischen Clubs wie der Astra Stube und dem Molotow stand Anfang Juni 2019 der erste Festival-Gig an. Trixsi folgten der Einladung des vom Label Glitterhouse Records veranstalteten Orange Blossom Special, deren Macher was im Schilde führten. Noch während des Auftritts betrat Label-Chef Rembert Stiewe die Bühne und hielt der Band einen unterschriftbereiten Plattenvertrag unter die Nase. Trixsi ließen sich natürlich nicht zweimal bitten und vor allem Sänger Jörkk Mechenbier war sichtlich gerührt.

Mit dem ersehnten Plattenvertrag in der Tasche machten sich Trixsi entspannt und zugleich fokussiert an die Arbeit zu ihrem Debütalbum. Als kleinen Appetithappen veröffentlichten sie im Oktober 2019 den Song „Trauma“, der kurz darauf heftigst bei uns rotierte. Mit Release der zweiten Single „Wannabe“, unserem Titel der Woche, gaben Trixsi Details zu ihrem Erstling preis. Das Album hört auf den Namen „Frau Gott“ und erscheint am 26. Juni, also gut ein Jahr nach dem „Vertrag von Beverungen“. Glaubt man denen, die es schon in voller Länge hören durften, ist es ein sehr vielschichtiges Werk geworden, dass sich inhaltlich u.a. mit Alltagsverzweiflung, Anpassungsversuchen und Albernheiten beschäftigt.

Beim Versuch, Trixsi musikalisch zu verorten, werden sicher immer wieder Begriffe wie Indie, Punk oder Alternative fallen. Die Band selbst bringt sogar die nicht gerade beliebte Bezeichnung Deutschrock ins Spiel. Dazu Jörkk Mechenbier:

Torben besteht darauf, dass wir eine Rockband sind. Warum nicht? Deutschrock ist ja besser als sein Ruf. Deutschrock scheitert nur daran, dass die Leute keine Subkultur und keinen gesellschaftskritischen Auftrag haben, wohingegen wir ja wegen unserer Weltanschauung und politischen Haltung überhaupt erst angefangen haben Musik zu machen.

Titel: Wannabe
Interpret: Trixsi
Album: Frau Gott (VÖ: 26.06.20)
Label: Glitterhouse Records

 

Die weiteren Titel unserer LOHROtation in der KW 21/20

 

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