Nic Cester – Psichebello

Der Frontmann der australischen Band Jet debütiert als Solokünstler. In der ersten Vorabsingle zum bald erscheinenden Album sehnt er sich psychedelisch in entfernte Welten.

Mit einer der kraftvollsten Rock’n’Roll-Stimmen, eindringlichen Songwriting-Hooks und einer unschlagbaren Bühnenpräsenz hat Nic Cester über die letzten 10 Jahre mit seiner umtriebigen Band Jet und mit Songs wie „Are You Gonna Be My Girl“ die Indie-Disko-Szene auf ewig geprägt. Und die Reise geht als Solokünstler weiter. Die letzten sieben Jahre lebte der gebürtige Australier in Berlin sowie in der norditalienischen Metropole Mailand und im idyllischen Como am gleichnamigen See, auch, um sich die Zeit zu nehmen, seine Songs sehr sorgfältig auszuarbeiten.

Bei dem Globetrotten geht es bei Cesters Erstlingswerk Psichebello textuell dementsprechend um das Wegträumen und Treiben zu entfernten Welten, die man noch nicht gesehen hat und an die man sich erinnern möchte. Die beiden Teilworte des Titels aus dem Italienischen übersetzt ergeben dann sinngemäß schöne Seele. Treffend ist er mit sanfteren Tönen unterwegs, als zu alten Jet-Zeiten. Dazu Cester:

Wie bei eigentlich fast allen Songs auf dem Album, habe ich es auch bei „Psichebello“ sehr genossen, mit verschiedenen Genres herumzuexperimentieren, um dann etwas ganz anderes aus ihnen zu formen. „Psichebello“ ist der psychedelischste Song auf dem Album und stellt beeindruckend das Können der wunderbaren italienischen Musiker, mit denen ich für „Sugar Rush“ zusammenarbeiten durfte, heraus.

Passend kommt das Musikvideo zu unserem Titel der Woche in bunter Comic-Optik, wo sich Wesen verknoten, durch Löcher in andere Welten blicken und mit Neuem interagieren. Nach eingängigem Hören des Titels hatte auch Produzent Dr D Foothead ein klares Bild, wie das Musikvideo dazu aussehen soll:

Ich sah eine Umgebung, in der Ideen leben und schwimmen, um zu warten, um durchzusehen und sich in der Welt zu entfalten. Ich wollte versuchen, die Geschichte einer Idee zu erzählen, die in eine andere Realität übergeht, wo sie die Wesen beeinflussen und verwandeln würde, die dort lebten.

Das Debütalbum als Solokünstler wurde gemeinsam mit der hochgelobten italienischen Band Calibro 35 aufgenommen und ist eine Mischung aus Soul, Blues und verlorenen italienischen Soundtracks. Seit dem 6. Oktober gibt es daraus die zweite Single „Eyes On The Horizon“. Diesen Herbst spielt er zwei Konzerte in der australischen Heimat, eine Tour ist bereits in Arbeit. Ob Cester hierfür in der Realität auch seine alte Wahlheimat Berlin mit seinen musikalischen Ideen bereist?

Titel: Psichebello
Interpret: Nic Cester
Album: Sugar Rush (VÖ: 03.11.2017)

Die weiteren Titel unserer Heavy Rotation in KW41/17

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*