Mehr Leichtigkeit wagen...

Mavi Phoenix – Tokyo Drift

Das Ausnahmetalent aus Österreich überrascht in diesem Jahr mit positiven Klängen – und lädt ein, sich mit seiner Mischung aus Hip-Hop und Pop vom Leben treiben zu lassen.

Mavi Phoenix (Pressefoto von Tereza Mundilova)
Mavi Phoenix (Pressefoto von Tereza Mundilova)

Mavi Phoenix kann auf eine spannende Vergangenheit schauen. Einst geboren als Marlene Nader im oberösterreichischen Linz schrieb er bereits im Teenager-Alter erste Songs, verfolgte den Traum der eigenen Musikkarriere und wurde ua. von der Band Bilderbuch unterstützt. Im LOHRO-Kosmos konnten wir 2018 den Song „Prime“ als Titel der Woche präsentieren – damals noch unter der Kategorie „Female Voice“.

2019 gab Mavi Phoenix mit dem Lied „Bullet In My Heart“ bekannt, künftig als transgender Mann neben dem Künstlernamen Mavi auch mit Marlon angesprochen werden zu wollen. 2020 erschien sein Debütalbum “Boys Toys”, auf welchem Themen wie Identität und Männlichkeit behandelt werden. Danach wurde es eine Weile ruhig um den Künstler. In dieser Auszeit konnte sich Mavi einer Gender-Transition und dem damit verbundenen, persönlichen Entwicklungsprozess widmen.

Mit „Tokyo Drift“ stellt die dritte Single in diesem Jahr dar – mit „Grass And The Sun“ sowie „Nothing Good“ ergibt das drei sehr unterschiedliche Songs, welche laut Pressemitteilung „im Gesamtbild die Klarheit und Vielseitigkeit im Songwriting des österreichischen Künstlers unterstreichen“. Klangtechnisch spiegelte sich die Vielfalt durch Dreampop-Elemente, rockigen R’n’B und prägnanten Hip-Hop wieder. „Tokyo Drift“ zelebriert die Leichtigkeit des Moments – was sich im Liedtext durch Zeilen wie diese zeigt: „Management wanna know where I am going. I don’t know I find peace in the moment.”

Tokyo Drift ist für mich ein sehr positiver, spielerischer Song, der meine neu gewonnene Lust am Leben einfangen soll. Ich bin so selbstbewusst und locker an den Track rangegangen, wie es mir vielleicht vorher nicht möglich war.

Lässig kommt auch das Musikvideo daher. Unter der Regie von Valentin Hansen sieht man Mavi Phoenix im neuen Look auf einer schwebenden Gitarre surfen. Bis ein visueller Bruch die Illusion zerstört und das Seil zu erkennen ist, an dem er befestigt wurde. Schließlich werden auch Film-Crew sowie Green Screen gezeigt, was anderweitig wie eine schöne Zeit der Beteiligten wirkt.

Titel: Tokyo Drift
Interpret: Mavi Phoenix
Album: Tokyo Drift (Single)
Label: LLT Records

Die weiteren Titel unserer Heavy Rotation in der KW 31/21

LOHROtation

Den Beitrag zu allen fünf Songs der LOHROtation könnt ihr demnächst in der LOHRO-Mediathek nachhören.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.