Ленинград — Ч.П.Х. (Leningrad – CH.P.H. [Real St.P. Bullshit])

Die wohl bekannteste Band Russlands ist Leningrad (Ленинград). Die Musikgruppe um den Sänger Sergei Schnurow besteht seit 20 Jahren, da wurde es wohl mal Zeit für einen Titel der Woche, dachte sich die LOHRO Musikredaktion.

Der aktuelle Song heißt frei übersetzt „Real St. Petersburger Bullshit“. Gesungen wird in russischer Sprache, was vielleicht gut so ist, denn der Text ist garantiert nicht jugendfrei. Wie hat mal der Mastermind von Leningrad, Sergei Schnurow, gesagt: „Ich singe nur über die wichtigen Dinge im Leben – Wodka und Frauen. Das Ganze wird dann noch mit ordentlich Fäkalausdrücken gespickt. In Russland heißt diese Sprache MAT und ist in der Öffentlichkeit seit Putin verboten.“ Das hindert die Band aber nicht daran, eben in selbiger zu singen.

Musikalisch bieten Leningrad eine Mischung aus Rap, Balkanbeat und osteuropäischer Popmusik. Das geht gut ins Ohr und ins Tanzbein. Wer jetzt noch ihre Mucke aus den Anfangstagen feiert, zum Beispiel vom Sampler „Russendisko“ (rausgebracht von Wladimir Kaminer in 2001) und sich mal wieder freut, dass es was Neues von der russischen Skandalband (die hatten schon Auftrittsverbot in Moskau!) gibt, den müssen wir kurz mal bremsen. Der Sound von damals, mit vielen Anleihen aus Punk, Ska und russischem Chanson, hat sich mehr in Richtung Mainstream gewandelt. Denn im Jahre 2008 löste sich die Band auf und hat einen Teil ihres alten Sounds zu Grabe getragen. Anfang 2011 hat Sergei Schnurow Leningrad wiederbelebt. Seitdem übernimmt die ehemalige Backroundsängerin Julia Kogan einen großen Teil der Gesangsparts. Also für ältere Fans gilt: erstmal reinhören. Der Rest kann bedenkenlos abfeiern.

Die weiteren Titel unserer Heavy Rotation für KW 38/17

 

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