Labrinth – Misbehaving

Meine Damen und Herren, verschiedene Musikgenres geschickt zusammenzuführen ist eine Kunst, die Multiinstrumentalist Labrinth bereits als Gastkünstler und Solomusiker gezeigt hat. So auch in der aktuellen Vorabsingle, die von einem der großen Musiker inspiriert ist und zu Beginn nicht erkannt werden wollte.

Künstler. Labrinth, eigentlich Timothy Lee „Tim“ McKenzie, ist gebürtiger Londoner mit jamaikanischen Wurzeln. Aufgewachsen im Umfeld vom Gospel musizierte er bereits zu Schulzeiten mit seinen acht Geschwistern. 2010 begann seine professionelle Karriere als Texter, Komponist und Multi-Instrumentalist für andere Künstler, deren Titel in verschiedenen Charts respektable Platzierungen erreichten. Neben dann auch eigenen Veröffentlichungen arbeitete er wiederholt als Gastmusiker mit angesagten KünstlerInnen zusammen wie bspw. mit The Weeknd, Noah Cyrus und jüngst Sia, als beide „To Be Human“ zum Filmsoundtrack von Wonder Woman beisteuerten. Ein Jahr nach seinem Debütalbum im Jahr 2012 begann er bereits zusammen mit Ed Sheeran an den Arbeiten zum Folgewerk Take Me to the Truth, welches jedoch noch nicht veröffentlicht wurde. Dieses wird noch für dieses Jahr erwartet und unser Titel der Woche ist die dritte Vorabsingle dazu:

Titel. Misbehaving kombiniert Big-Band-Instrumente und Swing-Flair für eine historische Reise durch verschiedene akustische Dimensionen: Von Funk und Doo-Wop – den mehrsprachigen Gesangsarrangements mit Nonsens-Silben, die ihren Ursprung in den 1950er Jahren in afroamerikanischen Gemeinden US-amerikanischer Metropolen fanden – hin zu einem Gitarrensolo ganz nach Jimi Hendrix. Mit seiner Stimme leitet Labrinth durch den Titel, der in der letzten Minute dreht und im klassischem Jazz endet. Hierbei ist er in der Lage, musikalische Elemente so zu schichten, dass die Genresprünge sympathisch nahtlos ineinander übergehen. Dieser unverkennbare Stil ist das, was musikalische Entwicklung ausmacht: Das Erschaffen beachtenswerter Klänge, die noch so wenig erkennbar sind, dass das Hirn immer wieder hören will. Der Titel wurde inspiriert von einem der großen R&B-Musiker, sagte Labrinth der britischen Sun:

Ich liebe Ray Charles und ich wollte eine moderne Ray Charles-Aufnahme machen. Es ist einfach ein sehr gelassenes, schrulliges Stück.

Textuell unterstreicht Lab mehrfach, dass er es mag, wenn es seinen Weg geht. Aber muss man sich dafür daneben benehmen? Am Ende des Titels hofft er dennoch, dass sich die Damen und Herren gut unterhalten haben.

Rezeption. Im September 2017 nutzte ein kalifornischer Elektronikkonzern Misbehaving in einem Werbespot für seine hochtechnisierte Armbanduhr. Viele Konsumenten waren mehr an der eingesetzten Musik interessiert, da der Titel von verschiedenen audio-erkennenden Anwendungen nicht erkannt werden konnte. Nach Spekulationen löste Labrinth auf, das er der Interpret des verwendeten Titels ist.

Titel: Misbehaving (: 15.09.2017)
Interpret: Labrinth
Album: Take Me to the Truth (: TBA)
Label: Syco

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