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Wir haben Dezember und genau zu dieser Jahreszeit ist man auf der Suche, nach der besten Musik für zu Hause. Bei uns wird es heute „komisch elektronisch“ wie Lexy & K-Paul sagen würden. Mit einem talentfreien DeadMau5 und einem talentierten Fritz Kalkbrenner. Außerdem dabei Hong Faux mit soliden Schwedenrock

Ihr wollt beim lesen reinhören? Hier gibt es die Songs bei Spotify als Playlist.

Aufgelegt – Die Playlist

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Fritz Kalkbrenner – „Sick Travellin“

(19.Oktober 2012 / Suol)


Okay erwischt, dass Album SICK TRAVELLIN von FRITZ KALKBRENNER ist schon ein wenig älter. Ganze 2 Wochen steht es nun schon in den Regalen und wartet fleißig auf Hörer. Wer jetzt aber denkt das sich hier drauf auch sein Bruder Paul tummelt, wird enttäuscht. Kein neues S&S, aber das brauch auch keiner. Denn bereits auf den Opener SICK TRAVELLIN PT. 1 begrüßt uns Fritz Kalkbrenner, zu einen kleinen Ausflug. Auf diesem müssen wir dann auch nicht lang warten, bis uns GET A LIFE durch die Ohren geht. Gewohnt eingängig und trotzdem verspielt, war es nicht ohne Grund der Vorbote zu Sick Travellin. Immer wieder wechseln sich beim hören Instrumental und Songs mit der Stimme von Fritz ab. Monte Rosa ist dann auch eines dieser Instrumentalstücke, wo man beim hören aber sofort an den Frühling denkt. Aber kommen wir mal zu den kleinen Perlen. Diese verstecken sich hinter den Songs WILLING und LITTLE BY LITTLE. Ersteres erinnert dabei durch seinen Funk an alte Hip Hop Tunes, ist aber auch einfach durch Fritz Kalkbrenners Gesang eine der besten Nummern der Scheibe. Mit Little By Little geht das ganze dann wieder mehr Richtung Dancefloor. Eine Facettenreiche Platte ist FRITZ KALKBRENNER mit SICK TRAVELLIN auf jeden Fall gelungen und es lohnt sich auf jeden Fall ein Ohr zu riskieren.

Ohrenschmaus:    Sick Travellin, Little By Little, Willing

Gesamtbewertung 6/10
“ Es geht auch ohne und ist auch besser so“
– Maik K.
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                              Deadmau5 – „>Album Title Goes Here<„

(25. September 2012 / Ultra Records)


Mit dem neuen Albumtitel hat er sich mal wieder selbst übertroffen. Joel Zimmermann alias „Deadmau5“ schließt dieses Jahr an bereits grandios betitelte Tracksammlungen wie „Random Album Title“, „For Lack Of Better Name“ und „4×4=12“ ein weiteres provokativ, unkreativ benanntes Album an.
„Album Title Goes Here“ ist, neben neun weiteren Zusammenstellungen, nun das offiziell sechste Studio-Werk des kanadischen House DJs. 13 neue Titel gibt’s zu hören – ein wirklicher Hit ist aber nicht darunter. Dafür zeichnet die Mischung wieder ein gutes Bild von Joels Talent als EDM-Produzent. Wie so oft experimentiert der Kanadier mit Kleinigkeiten aus der Dance-Szene herum und verleibt sie in seinen eigenen Sound ein. So fällt die gemeinsame Single mit Gerard Way („My Chemical Romance“) „Professional Griefers“ in die Genre-Kategorie Electro House, die derzeit wohl die meisten Floors der Welt füllt. Der Rest von „Album Title Goes Here“ entfernt sich etwas weiter vom Mainstream. Titel wie “Superliminal”, “Channel 42” und “Sleepless” erinnern an ältere Alben – „The Veldt“, „There Might Be Coffee“, „Closer“ und “Fn Pig” schaffen bereits in den ersten Takten greifbare Atmosphäre und „Take Two Of The Proper Paperwo“ ist ein einziges über sieben Minuten gestrecktes Klangerlebnis. Wer sich mit dem elektronischen Minimalprinzip und Deadmau5 Soundauswahl anfreunden kann, wird mit dem neuen Album wieder viel Freude haben. Ansonsten ist es aber durchaus berechtigt „Album Title Goes Here“ als innovationsarm zu bezeichnen. Trotzdem – Wer mit progressive House etwas anfangen kann, sollte auf alle Fälle reinhören.

Ohrenschmaus:    Professional Griefers, The Veldt,                            There Might Be Coffee

Gesamtbewertung 8/10
„Deadmau5 bleibt Deadmau5 – bleibt geil“
– Felix K.
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Hong Faux – „The Crown That Wears The Head“
(16. November 2011 / Pristine Music)

Irgendwo zwischen Kyuss und den Foo Fighters rocken die Jungs von Hong Faux durch ihr erstes Album „The Crown that wears the Head“. Wenn man diesen Stoner Rock/Alternative Rock-Hybriden durchhört, drängen sich auch Verweise auf die Landsleute von Mustasch oder Graveyard auf. Aber ihr Sound ist durchaus eigenständig – Eine ähnliche Melange zwischen harten Stonerriffs und melodischen, geradezu poppigen Hookparts lässt sich jedenfalls eher schwer finden.
Dabei wirkt diese Mischung nicht im Geringsten gezwungen, sondern kommt sogar erstaunlich homogen rüber. Da die Songs des Albums alle eine hohe, annähernd gleiche Qualität abliefern, gibt es auch keinen der wirklich hervorsticht. So ist es schwer bis unmöglich einen Lieblingssong zu bestimmen, denn egal ob „Hit Hard Hit First“, „Deathmatch“ oder „Bad City Blues“ – sie gefallen alle ähnlich gut. Genauso schwer fällt es auch zu sagen, was am meisten an der Musik gefällt. Der gefühlvolle, leicht melancholische Gesang von Nik Seren, das stimmige Riffing von Björn Billgren und die treibende Rhythmussektion von Daniel Israelsson und Johan Bergqvist fügen sich so hervorragend ineinander, dass man sich sicher sein kann, dass diese Band noch etwas aus sich machen wird. Das Reinhören in „The Crown that wears the Head“ lohnt aber auch jetzt schon.

Ohrenschmaus:    Feign Death To Stay Alive, Hit Hard Hit First,                            Jack of Clubs

Gesamtbewertung 7/10
„Grundsolider Schwedenrock mit eigener Note. Hat durchaus Massenpotential.“
– Gisbert v.L.

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