Einfach trifft es

Wieder zum Ende der Woche zwei aktuelle Platten für euch aufgelegt. Warum ihr euch ‚Mumford & Sons‘ oder ‚Selah Sue‘ anhören solltet, erfahrt ihr hier…

Selah Sue – „Rarities“
(2. November 2012 / Because Music)

2004 von Musiker und Landsmann Milow entdeckt, debütierte die junge Belgierin 2011 und feierte große nationale Erfolge. Nun erschien am 2. November 2012 unter dem Namen „RARITIES“ ihre nächste Platte, die mit Hilfe des Internets diesmal mehr als nur das kleine Belgien in Angriff nehmen soll.
Mit ihrer persönlichen Mischung aus Reggae und Soul kam SELAH SUE schon auf ihrem Debüt gut an. Dieses Jahr bestätigt sie, dass sie mit ihrer Stimme Potenzial zur jungen „Soul Queen“ hat. „RARITIES“ wirkt flüchtig durchgehört wie ein ruhiges bis leichtfüßiges Gesangswerk ohne nennenswerte Höhen oder Tiefen. Doch dieser markante Schliff in Sue’s Stimme kratzt nochmal leicht über die glatt polierte Oberfläche der Titel und haucht ihrem Soul noch etwas mehr Seele ein. Vom Eindruck ihres Gesangsstils hängt am Ende auch die subjektive Wirkung des Albums ab. Wer einen Titel hört und nicht sagen kann: „Klasse Stimme“, braucht gar nicht mehr weiter reinhören. Wirklich neu ist auf der neuen Platte von SELAH SUE nämlich relativ wenig. Die alte, erste Hit-Single „RAGGAMUFFIN“ ist wieder dabei, drei Remix-Tracks wurden rangehängt und von den neun übrig gebliebenen Titeln, überzeugt nur einer ausnahmslos. „ZANNA (MUSIC FOR LIFE)“ zeigt, dass Sue sich weit mehr Einflüsse bedient, als nur Reggae und Soul. Der letzten Original-Titel des Albums sticht mit prägnantem elektronischem Beat von The Subs und einem männlichen Gegenspieler – nämlich Tom Barman hervor. Alles in allem ist „RARITIES“ ein gutes Album – Fans von Sue und Soul greifen zu – Neugierige hören sich vielleicht erstmal durch das, etwas überzeugendere, Debüt.

Ohrenschmaus:    Raggamuffin, Zanna (Music For Life), On The Run

Gesamtbewertung 7/10
„In ein paar Jahren vielleicht die nächste Amy Whinehouse.“
    – Felix K.


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Mumford & Sons – „Babel“
(25. September 2012 / Universal)

Nun ist es also da, das zweite Album von MUMFORD & SONS. Dieses hört auf den Namen BABEL und macht genau da weiter, wo die vier Briten 2009 aufgehört haben. Bereits die erste Single „I WILL WAIT“ unterstreicht die Vermutung, das man hier wenig Neues wagt. Aber seien wir mal ganz ehrlich – das muss man auch nicht. Der Sound von MUMFORD & SONS ist einfach gut, wie er ist. Obwohl man sich beim Hören manchmal auch wünscht, dass nicht immer wieder das Banjo die Musik prägt. 15 Songs haben die Folk-Rocker auf BABEL gepackt, die immer wieder zwischen süßer Melancholie und schnelleren Nummern wechseln. Eines der schönsten, aber wohl auch traurigsten Stücke ist „FOR THOSE BELOW“, das am Schluss sogar noch mit einer Geige überrascht. „HOPELESS WANDERER“ wiederum ist eine dieser schnelleren, jedoch auch durch ihren Text nachdenkliche Nummer.
Zusammengefasst sollten Fans von Mumford & Sons nicht enttäuscht sein und auch Freunde des Indie-Folks sollten BABEL auf jeden Fall ein Ohr schenken.

Ohrenschmaus:    Hopeless Wanderer, I Will Wait, For Those Below

Gesamtbewertung 6/10
„Wer Mumford & Sons mochte, könnte sie jetzt Lieben.“
    – Maik K.


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AUFGELEGT: Die Playlist auf Spotify

 

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