Ein musikalischer Pfeil, der trifft

Lala Lala – Arrow

Mit ihrem Song „Arrow“ traf Lala Lala den Nerv der LOHRO-Musikredaktion und erhielt die Auszeichnung Titel der Woche. Die Musikerin musste einige Wege zurücklegen, um zu ihrem neuen Album „Heaven 2“ zu kommen und damit auch zu ihrer aktuellen Single-Auskopplung „Arrow“.

Musikerin Lala Lala kniet auf einem mit Gras bewachsenen Hügel, im Hintergurnd ist die Silhouette einer Stadt zu sehen
Pressebild Lala Lala

Lala Lala ist das Musikprojekt der US-amerikanischen Musikerin Lillie Amadea West. Sie ist, das sei hier nur kurz am Rande erwähnt, übrigens auch Tochter des Filmemachers Simon West („Lara Croft: Tomb Raider“).

Ihr nunmehr fünftes Album – Lala Lala brachte 2016 ihr Debüt „Sleepyhead“ noch selbst heraus – veröffentlichte die Künstlerin am vergangenen Freitag. Ganz frisch gesigned bei Sub Pop Records. Um die Songs für diesen Longplayer zu schreiben, hatte sie einen langen Weg zurückzulegen und das nicht nur im übertragenen, sondern im Wort-Sinn. Lillie West zog von ihrer musikalischen Homebase Chicago nach New Mexico und lebte dort, wie sie dem Musikmagazin Stereogum erzählte, in einer etwas „freakigen Community“. Sie baute Gemüse an, wanderte und interessierte sich für Mineralien. Dann ging es für sie weiter nach Seydisfjordur in Island. Dort erhielt sie die Einladung zu einer Artist Residency an einer Kunstschule. Während ihres Künstler*innen-Aufenthalts erlebte sie Wintermonate, in denen praktisch nicht die Sonne aufging. Sie pendelte noch über zwei Jahre zwischen Island und London, um schließlich in die USA zurückzukehren, genauer gesagt nach Los Angeles, wo West sich unerwartet verliebte und beschloss zu bleiben.

Aus all diesen (Um-)Wegen entstand „Heaven 2“, das Album in dessen Tracklist auch der aktuelle Radio LOHRO Titel der Woche „Arrow“ enthalten ist. Die Uptempo-Nummer sticht etwas heraus aus den übrigen Songs von „Heaven 2“. Der Titel ist dancy und das setzte West aka Lala Lala auch im dazugehörigen Musikvideo um. Die Tanzchoreographie (Genna Moroni) auf dem Gelände einer Tankstelle ist sehenswert. Den Musikclip gibt es am Ende dieses Textes. Wer das Œuvre der französischen Elektro-Pop-Band La Femme kennt, hat vielleicht herausgehört, dass „Arrow“ ein Sample aus deren Song „Pasadena“ enthält.

“None of this was supposed to happen” lautet eine Songzeile aus „Arrow“: Nichts davon hätte passieren sollen. West erklärt dazu:

It’s such a basic spiritual thing. Resistance is the root of all suffering, and I did not know that. I thought that I could dictate the course of my life.”

Es ist eine so grundlegende spirituelle Sache. Widerstand ist die Wurzel allen Leidens, und das wusste ich nicht. Ich dachte, ich könnte meinem Leben diktieren, wie es verlaufen soll.“

Titel: Arrow
Interpretin: Lala Lala
LP: Heaven 2
Label: Sub Pop Records

Die weiteren Titel unserer Heavy Rotation in der KW 10/26

LOHROtation

Den Beitrag zu allen fünf Songs der LOHROtation könnt ihr demnächst in der LOHRO-Mediathek nachhören.

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