Da es zu dieser Zeit, bei dem eng gestrickten 24 Stunden Vollprogramm, ab und zu Ausfällen von beteiligten Radiomachern (damals wurde noch nicht gegendert) kam, sprangen Sie spontan ein und unterhielten die Rostocker Hörerschaft mit einem neuen Trend im Zuge der damals viel diskutierten Gesundheitsreform II, dem Selfoperating. Ein auf einer Party eingesammelter Krankenpfleger-Azubi beschrieb sehr bildhaft, wie man sich selbst den Blinddarm entfernen kann. Das wurde dann auch gleich von einem Hörer mit den Worten „das wäre ekelhaft“ quittiert. Und das um zwei Uhr morgens.
Der Rest ist Geschichte. Das Hochdeutsch der beiden Zufalls-Moderatoren mutierte in ein norddeutsches Genöle und über viele Jahre wurde an einem festen Sendeplatz „Bedenkliches zur Nacht“ in die Hansestadt gesendet. Mit Themen wie „Wer ist der sechste Puhdy?“, „Don’t bomb Parchim, Mr. Bush“ und der wöchentlichen Rubrik „Immer mitten in die Presse rein“ wusste man das Rostocker Radio-Publikum in den Schlaf zu moderieren.
Zum G8-Gipfel ging es dann auf die Bühne und vor einen Naziladen. Auf Grund beruflicher Verwicklungen konnte man die Radiosendung nicht mehr gemeinsam gestalten. Dann und wann sah man sie noch auf Bühnen mit Ihrer eigenwilligen Form von Humor. Dem Rhythmus sind sie treu geblieben und schaffen teilweise zwei Shows im Jahr in Rostock und moderieren seit über zehn Jahren den Rostocker Koggenzieher Ende Februar.
Doch nun wollte es ein Zufall, dass sie sich am 15.02.2026 für einen Abend wieder vor die Mikrofone klemmen und für zwei Stunden einen Einblick in ihre Gedanken geben. Geduscht, gekämmt und gegendert.
Am 15.02.2026 von 19:00 bis 21:00 Uhr.
Fiete und Schiete – Bedenkliches zur Nacht
Phlegmaexpress Edition

